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8.11.20 Lo.sen.Gl.

In Dänemark ist in der „Massentierhaltung“ von Nerzen ein mutiertes Covid-19 Virus aufgetreten, das auf den Menschen überspringt und auch die Wirkung der in Entwicklung stehenden Impfstoffe in Frage stellt.

Die Reaktion darauf ist das Todesurteil für bis zu 17 Millionen Nerztieren, die in diesem Land unter entsetzlichen Bedingungen gehalten werden. Auch an vielen Millionen Schweinen, Hühnern, Gänsen, Enten, die unter ähnlichen Bedingungen „leben“ mussten, wurde und wird diese „Maßnahme“ weltweit gegen Vogelgrippe und Schweinepest ergriffen.

Die Lebens- und Wirtschaftsweise des Säugetiers Mensch in einer Profit- und Marktwirtschaft produziert zunehmend Zerstörung in unserer Lebenswelt. Dazu zählen zunehmend auch Seuchen wie Covid-19. Diese ist als Zoonose (von Tieren auf Menschen übertragene Krankheit) aus der Einengung des Lebensraums der Wildtiere durch agrarindustrielle Rodung und Monokulturen entsprungen – ab jetzt auch aus der Massentierhaltung. Dann braucht es für das Weiterbestehen unserer „Lebensordnung“ auch das Massaker an unseren tierischen Verwandten.

Wir brauchen keinen „grünen Kapitalismus“, sondern eine solidarische Lebensweise, die nicht auf Wirtschaftswachstum und Geldvermehrung basiert, sondern auf dem Bemühen um ein „gutes Leben für alle“. Solidarische Landwirtschaft ist ein Teil davon.

9.11.20 taz.de Mutationen breiten sich aus